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Energy flows where awareness goes

Zeit für Neues

Corona ändert nicht alles für alle – aber vieles für viele. Beruflich wie privat. So geht Hotel heute sagt good bye zum Blog.

Der Lockdown hat die Hotellerie schwer getroffen. Von einem auf den anderen Moment ist alles auf null gesetzt. Hotels sind geschlossen. Für viele ist das Zuhause der neue Arbeitsplatz. Hinzu kommt die ständige Angst um den Job, um die ganze Existenz.

Der Virus hat unser Leben ausgebremst. Wir sind gezwungen, inne zu halten. Zeit, um nachzudenken: Was ist uns wichtig? Was wollen wir? Was tut uns gut?

Mir geht es nicht anders.

2009 habe ich diesen Blog gegründet. Damals eröffneten wir gerade das erste „prizeotel“ in Bremen. Bei „So geht Hotel heute“ habe ich über meine Gedanken und Herausforderungen als Hotelunternehmer berichtet. Der Blog war Forum für die Branche, für die Andersdenkenden, für die Innovativen. Ehrlich, kenntnisreich, kritisch. Der Blog hat seine Wirkung erzielt.

Nun sind Andere dran

Jetzt ist die Zeit loszulassen. Vor knapp einem Jahr habe ich meinen letzten Beitrag gepostet. Der Gedanke, mich auf andere Dinge zu konzentrieren, hat mich schon länger umgetrieben. Die Corona-Krise hat meinen Entschluss besiegelt, nicht mehr für diesen Blog zu schreiben.

Energy flows, where awareness goes

Ich suche den Gleichklang, beruflich, familiär und privat. Ich möchte meine Aufmerksamkeit und meine Energie auf weniger Dinge lenken. Der Blog gehört nicht mehr dazu. Nun sind andere dran. Es gibt viele sehr gute Autoren und andere tolle Medien mit neuen Ideen. Eine Auswahl davon findet ihr am Ende des Beitrags.

Ich nehme diesen Blog nicht aus dem Netz. Die Beiträge bleiben, denn sie werden auch heute noch gelesen. Und auch ich werde weiter präsent sein. Aber nicht mehr als Blogautor.

Es wartet Neues

Bereits im April 2019 startete ich meine Podcast-Serie „So geht Hotel heute“. Darin rede ich mit Menschen aus der Hotellerie, die Kluges zu sagen haben und den Zuhörern einen Mehrwert geben können. Ende des Jahres erscheint mein erstes Buch im Eigenverlag. Und zukünftig- so Corona uns lässt – werde ich eine exklusive Veranstaltung pro Jahr organisieren. Auch die Seite bekommt in kurzer Zeit ein neues Design.

Daher ist das kein Abschied. Es wird nur anders.

Bleibt gesund!

Links zu verschiedenen Blogs

Blog des Hotelverband Deutschland e.V.

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Hotel – O – Motion

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Coole Branche

Additive

TT Upgrade

Spalteholz Hotelkompetenz

Währung Kundendaten

Die Bezeichnung von Kundendaten als neue Währung wirkt zwar ein wenig abgegriffen, doch nicht nur die erfolgreichen Konzerne wie Google, Facebook und Co. haben längst ihren Nutzen und Marktwert erkannt.

Vielen Unternehmen, gerade auch in der Hotellerie, fehlen allerdings die nötigen Kompetenzen, um gesammelte Kundendaten richtig zu nutzen. Ohne klares Geschäftsmodell, sind die Kundendaten am Ende nichts wert. Die Hotellerie tut sich immer noch sehr schwer, individualisierte und personalisierte digitale Erlebnisse für den Gast zu schaffen. Ein Ergebnis der Datenflut und der damit verbundenen komplexen Verwaltung. Die meisten haben massive Probleme bei der zentralen Sammlung und Analyse von Kundendaten.

Ist das Bewusstsein, dass Kundendaten wegen der hohen Bedeutung für den Unternehmenserfolg über eine gute Qualität verfügen müssen, bei den Führungskräften unserer Branche überhaupt vorhanden? Schaue ich mir die aktuellen Diskussionen zu unserem Thema der Bewertungsportale an, habe ich das Gefühl, dass das in eine völlig falsche Richtung geht. Fakten werden außer acht gelassen, stattdessen wird, gerne auch im Kollektiv, mit Phrasen, Polemik und Halbwissen um sich geworfen.

Die direkte Kundenbeziehung ist für ein Hotel so wertvoll, dass ich sie niemals kampflos einer Plattform überlassen sollte. Und es wiederholt sich in der Hotellerie gerade, was in anderen Branchen schon längst passiert ist. Es ist also an der Zeit aufzuwachen und sich intensiv mit den Themen der Digitalisierung auseinander zu setzen.

Unsere Branche wäre gut beraten, sich selbst einmal in Frage zu stellen. Wir sollten uns mit den Ursachen und zugrunde liegenden Mechanismen der Digitalisierung beschäftigen, nicht aber ständig versuchen, alles immer in alte Strukturmuster zu zwängen und möglichst keine Veränderung zu dulden.

Ich habe mich auch in Frage gestellt und bin an einem Punkt angekommen, dass wir bei prizeotel noch mehr Kompetenz brauchen. Im Hinblick auf den Ausbau unserer Marke, ist es mehr als wichtig, dass wir unser Team hochkompetent gestalten. Es gilt die Herausforderungen der Digitalisierung und somit der Zukunft lösen zu können. Daher freue ich mich wirklich von Herzen über die Besetzung unserer CDO – Chief Digital Officer – Position. Constantin Rehberg wird sich ab sofort intensiv um diese Themen kümmern und prizeotel weiter nach vorne bringen.

Denn am Ende des Tages gewinnt die Strategie im Wettbewerb, die die geringsten Distributionskosten verursacht.

Kennen wir die heutigen Kundenbedürfnisse?

Welche behördlichen Regulierungen sollten in der Hotellerie abgeschafft werden um Kundenbedürfnisse zu erfüllen?

Unter anderem das sicherlich mehr als verkrustete Bundesmeldegesetz. Während die ganze Welt von Digitalisierung und mobile Check-In spricht, muss der Hotelgast in Deutschland immer noch den Meldeschein handschriftlich unterschreiben. Gerne steht er dabei auch in einer Warteschlange, um dann endlich am Empfang anzukommen. Fortschritt sieht anders aus und als Hotelgast der international reist, ist das mehr als unverständlich.

Die Individualisierung der Dienstleistung wird einer der entscheidenen Wettbewerbsfaktoren. Die Kunden werden dieser Individualisierung in Zukunft eine deutlich größere Bedeutung schenken und Voraussetzung zur Umsetzung sind Freiräume. Die Mitarbeiter/innen benötigten diese bezüglich Kreativität, Selbstverantwortung und Flexibilität, hinzu kommt die technische Unterstützung durch Daten und digitale Hilfsmittel.

Somit ist es nicht nachvollziehbar, dass eine Branche, die über 500.000 Beschäftigte hat und deren Umsatz in 2021 knapp 37 Mrd. € betragen wird, eine derartige Gängelung ertragen muss. Irgendwie bleibt aber das Gefühl, dass die Politik den rasant wachsenden Herausforderungen der digitalen Gesellschaft nicht gerecht und dieses Missverhältnis sich wahrscheinlich auch in den kommenden Jahren nicht zum Besseren wandeln wird.

Was sind eurer Meinung nach weitere behördliche Regulierungen, die überhaupt keinen Mehrwert haben und/oder die Erfüllung der Kundenbedürfnisse blockieren?

Ich freue mich über eure Kommentare.

Hotelmarkt Deutschland 2017

Hotellerie weiter auf Wachstumspfad

Nach einem erfolgreichen Jahr 2016 blickt die Hotellerie in Deutschland mit Zuversicht auch auf das laufende Jahr. Mit 279,6 Millionen Übernach- tungen in den Hotels, Gasthöfen und Pensionen meldet die Branche für 2016 einen neuen Bestwert und ein Plus von 2,8 Prozent. Der Netto- umsatz stieg nominal um 4,1 Prozent (real 2,4 Prozent) auf 25,9 Milliar- den Euro. „Damit verzeichnen wir das siebte Rekordjahr in Folge. Die Hotellerie profitiert von der robusten Konjunktur und Konsumfreude im Land sowie vom anhaltenden Boom des Deutschlandtourismus“, erklär- te Otto Lindner, Vorsitzender des Hotelverbandes Deutschland (IHA), am Mittwoch in Berlin. Angesichts der weiterhin günstigen gesamtwirtschaftlichen Lage rechnet der Verband für das laufende Jahr erneut mit einem Übernachtungsplus von rund zwei Prozent. Zugleich verweist der Hotelverband auf eine Vielzahl ungelöster Probleme. Steigende Kosten, wachsende Kapazitäten, unfaire Marktpraktiken im Online-Vertrieb und zunehmende Wettbewerbsverzerrungen sorgen die Hoteliers.

Das Reiseland Deutschland liegt nachhaltig im Trend: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg die Zahl der Übernachtungen inländischer Gäste in Hotels, Hotels garnis, Gasthöfen und Pensionen 2016 um 3,2 Prozent auf 213,7 Millionen. Darüber hinaus zieht Deutschland immer mehr internationale Gäste an. Mit insgesamt 65,9 Millionen Übernachtungen (Vorjahr: 64,9 Millio- nen) trugen die Übernachtungen aus dem Ausland erheblich zum erfreulichen Gesamtergebnis bei, auch wenn die Wachstumsrate mit einem Plus von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (+5,8 Prozent) deutlich geringer ausfiel.

Als Ergebnis der steigenden Nachfrage haben sich 2016 alle Kennzahlen des Hotelmarktes positiv entwickelt. Laut aktuellem Branchenreport des Hotelver- bandes „Hotelmarkt Deutschland 2017“ betrug die durchschnittliche Zimmer- auslastung 71,0 Prozent, ein leichtes Plus von 0,9 Prozent im Vorjahresver- gleich. Die Netto-Zimmerpreise (ohne Frühstück, ohne Mehrwertsteuer) erhöh- ten sich um 3,5 Prozent auf 93 Euro. Zum Vergleich: In Europa stiegen die Zimmerpreise insgesamt um 0,8 Prozent auf 94 Euro. Die deutschen Hotel- preise liegen damit nur noch leicht unter dem europäischen Durchschnitt. Der Zimmerertrag (RevPAR) der deutschen Hotels erreichte 66 Euro (Vorjahr: 63 Euro). Dies entspricht einem Anstieg von 4,4 Prozent. (Diese Daten basieren auf dem Hotelbenchmark der MKG Group, die Angaben von über 1.100 Hotels in Deutschland mit mehr als 180.000 Zimmern auswertet.)

Trotz bestehender Überkapazitäten an einigen Standorten zeigt sich die Hotel- lerie weiterhin investitionsfreudig. Für die nächsten drei Jahre sind bundesweit 571 Neu-, Um- und Ausbauten geplant (Vorjahr: 517). Werden alle angekündigten Hotelbauprojekte auch realisiert, drängen weitere 85.115 zusätzliche Hotelzimmer (Vorjahr: 74.726) auf den deutschen Hotelmarkt.

Mitarbeiter gewinnen und langfristig binden

Einhergehend mit den guten Umsätzen stiegen auch die Beschäftigtenzahlen. Zum Stichtag 30. Juni 2016 waren laut Bundesagentur für Arbeit im Beherber- gungsgewerbe 298.468 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Dies entspricht einem Zuwachs von 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahres- zeitraum. Die Gesamtwirtschaft verzeichnete im gleichen Zeitraum ebenfalls ein Beschäftigungsplus von 2,0 Prozent.

Die Sicherung des steigenden Arbeits- und Fachkräftebedarfs bezeichnete der Hotelverbandsvorsitzende als eines der wichtigsten Zukunftsthemen der Bran- che. „In Zeiten des demografischen Wandels und sinkender Bewerberzahlen sind wir alle aufgerufen, zum einen weiterhin in die Qualität der Ausbildung zu investieren und zum anderen unseren Teams unsere Wertschätzung und Anerkennung noch deutlicher zu zeigen. Wo Flexibilisierungsspielräume in unserer Arbeitswelt bestehen, sollten wir diese auch konsequent nutzen.“

Bürokratie und Kosten senken

Der Hotelverband warnte davor, die positiven Umsatz- und Beschäftigungsentwicklungen durch immer neue Auflagen und Steuern abzuwürgen. „Kommunale Bettensteuern, an denen einige Städte und Gemeinden leider immer noch festhalten, sind kontraproduktiv, unverhältnismäßig, ungerecht und unse- rer Auffassung nach auch verfassungswidrig“, erklärte Lindner. Zusammen mit dem DEHOGA Bundesverband unterstützt der Hotelverband die Klagen dreier Hoteliers vor dem Bundesverfassungsgericht, das als höchstrichterliche Instanz hoffentlich noch in diesem Jahr für Rechtsklarheit sorgen wird.

Zusätzliche Belastungen drohten der Hotellerie durch die anstehende Umsetzung der Pauschalreiserichtlinie in deutsches Recht. Nach massiver Kritik des Hotelverbandes hat das Bundesjustizministerium an den für die Branche we- sentlichen Stellen nachgebessert. Dies betrifft insbesondere die Streichung des § 651u BGB-RefE, wonach selbst Einzelleistungen wie eine reine Hotel- übernachtung dem Pauschalreiserecht unterworfen worden wären. Der Ver- band hofft, dass die Große Koalition dieser Linie auch bei den abschließenden Beratungen im Deutschen Bundestag nun treu bleibt.

Fairen Wettbewerb in Zeiten der Digitalisierung sichern

Ein weiteres Handlungsfeld des Hotelverbandes stellt die alle Lebens- und Wirtschaftsbereiche durchdringende Digitalisierung dar, die der Hotelverband als Akteur mitgestalten will. „So lobt der Hotelverband bereits zum zweiten Mal einen mit 125.000 Euro dotierten Branchenaward für Start-ups aus, den die Mitglieder im Rahmen des IHA-Jahreskongresses am 13. Juni in Hamburg ebenso vergeben werden wie die Auszeichnung der Produktinnovation des Jahres der Preferred Partner des Hotelverbandes“, kündigte Lindner an.

Auf der Prioritätenliste des Verbandes ganz oben steht in diesem Kontext auch die Stärkung des Direktvertriebs der Hotellerie. „Über den europäischen Dachverband HOTREC hat der Hotelverband die Kampagne ‚Direkt Buchen‘ gestartet, um die Vorteile des unmittelbaren Kontakts zwischen Gast und Gastgeber gerade auch im digitalen Zeitalter zu unterstreichen“, berichtete der IHA-Vorsitzende. Alle Hoteliers, die an der Kampagne teilnehmen wollen, können sich das kostenfreie „Direkt Buchen“-Logo über die Website www.book-direct-shop.eu/de herunterladen und in ihre Gästekommunikation einbauen.

 

Der Hotelverband setzt sich in diesem Kontext auch weiterhin konsequent gegen wettbewerbswidrige Praktiken in der Distribution zur Wehr. „Online- Buchungsportale sind laut einer aktuellen Verbandsuntersuchung mit einem Buchungsanteil von 25,2 Prozent zum inzwischen bedeutendsten Buchungskanal geworden“, erläuterte Lindner. „Angesichts der enormen Marktmacht der Buchungsportale begrüßen wir das Einschreiten des Bundeskartellamtes ge- gen wettbewerbsbeschränkende Meistbegünstigungsklauseln von HRS und Booking.com außerordentlich. Wir setzen fest darauf, dass die Untersagungsverfügungen der Wettbewerbshüter auch den anhängigen gerichtlichen Überprüfungen standhalten werden.“

Politischen Handlungsbedarf sieht der Hotelverband zudem im Bereich der so genannten „Sharing“ Economy. „Das derzeitige Rechtsvakuum in vielen Städten und Gemeinden bei der tageweisen Vermietung von Privatapartments geht auf Kosten der Verbraucher, Anwohner und Steuerzahler und verzerrt den Wettbewerb zur stark reglementierten Hotellerie“, machte Lindner deut- lich. „Der Gesetzgeber ist gefordert, hier für ein level playing field zu sorgen: Gleiche Rechten und Pflichten für alle Marktteilnehmer, egal ob neu oder etabliert, ob analog oder digital, gleiches Schutzbedürfnis für alle Gäste.“

Um die Chancen der Digitalisierung im Interesse der Gäste und der touristischen Regionen in Deutschland auch wirklich nutzen zu können, erwartet der Hotelverband von den politischen Entscheidungsträgern auf allen Ebenen einen hochwertigen und flächendeckenden Ausbau der Breitbandabdeckung in Deutschland. „Auch ein veritabler Befreiungsschlag beim mehr als lästigen Thema ‚öffentliches WLAN-Angebot‘ bezüglich Störerhaftung, Unterlassungs- ansprüchen und Netzsperren ist mehr als überfällig“, bringt Lindner die Erwartungshaltung der Branche auf den Punkt.

Keynote für Atrium Hotel Mainz Kick-Off 2017

Gestern hatte ich die große Ehre, als Key-Note Speaker das Kick-Off Event des Atrium Hotel Mainz zu eröffnen.  Dazu muss man wissen, dass es sich um das größte Inhaber geführte Privathotel in Rheinland-Pfalz und der Rhein-Main Region handelt.

Ich freue mich immer, wenn Kollegen anfragen ob ich nicht einen Vortrag zu Ihrem Kick-Off Event halten kann.  Über die Anfrage des Atrium Hotel Mainz habe ich mich aber ganz besonders gefreut. Das Hotel gibt es bereits seit 1975 und ist seitdem als Inhaber geführtes Privathotel erfolgreich am Markt.  Eine unglaubliche unternehmerische Leistung des Eigentümers und seiner gesamten Mannschaft.  Wenn man sich überlegt, dass es Mitarbeiter gibt die dort bereits seit 30 Jahren arbeiten, ist das Hotel in Zeiten des kontinuierlichen Wandels eine stabile Größe.  Nicht umsonst hat es wohl jeden Preis gewonnen, den es zu gewinnen gibt.  Unter den Vorraussetzungen, hatte ich natürlich eine gehörige Portion Respekt und auch Ehrfurcht vor diesem Vortrag.

Aber, das Führungsteam hat ihren Kick-Off 2017 dem Thema der Digitalisierung unserer Branche gewidmet. Ich wurde ausgewählt aus der Praxis für die Praxis, quasi von Kollegen für Kollegen/innen zu berichten.  Denn gerade auf das Thema der Digitalisierung springen ja heute eine ganze Menge sog. Experten, Berater und Speaker auf.  Viele glauben, wenn eine Prozessbeschreibung, die vorher ausgedruckt in einem Ordner (wie z.B. einem Qualitätsmanagement-Handbuch) abgeheftet war, jetzt online abgelegt wird (z.B. in einer Cloud), dass man dann den Prozess digitalisiert habe.  Das grenzt dann schon irgendwie an Bauernfängerei.  Lediglich habe ich dann Prozessbeschreibung digitalisiert, aber doch nicht den Prozess.  Passend dazu auch ein Zitat von Thorsten Dirks: „Wenn sie einen Scheißprozess digitalisieren, dann haben sie einen scheiß digitalen Prozess.“

Somit ging es darum, wie die Digitalisierung und Vernetzung unsere Branche verändern wird.  Welche tollen Möglichkeiten ich als Hotel habe. Wie ich jetzt noch individueller auf Gäste eingehen und innerhalb des Team zielgerichteter arbeiten kann.  Es ging auch darum, welche Prozesse wirklich durch Technik automatisiert und wie die daraus freigesetzten Ressourcen genutzt werden können.  Ich schaue bei solchen Vorträgen immer auf Folien zu verzichten. Aktuelle Beispiele aus der Praxis sind mir lieber. Dazu ist es mir wichtig, mit den Teilnehmern in den Dialog zu gehen.  Was mich gestern besonders gefreut hat, dass wirklich alle Teilnehmer, gleich welchen Alters, offen für die Digitalisierung waren.  Und genau das hat mir gezeigt, warum sich das Hotel über all diese Zeit an der Spitze hält.  Ganz getreu dem Chinesischen Sprichwort: “Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.” Das Atrium Hotel Mainz baut immer wieder Windmühlen.

Vielen Dank, dass ich bei Euch sein durfte. Es hat mir viel Spaß gemacht und ich wünsche Euch für 2017 viel, viel Glück und Erfolg. Ihr rockt die Herausforderungen schon!

 

hotelkit integriert Facebook Messenger

Im direkten Dialog mit dem Gast Hotel Operations Software hotelkit integriert Facebook Messenger

München, 3. Februar 2017. Ein zweites Kopfkissen? Eine Tischreservierung? Oder einfach nur ein Tipp, wo das beste Restaurant zu finden ist – mussten Gäste dafür früher noch telefonisch oder persönlich die Rezeption kontaktieren, so können sie dafür ab sofort ganz bequem den Facebook Messenger verwenden. Möglich macht es die neue Funktion der Hotel Operations & Communication Software hotelkit. Gäste können ihre Anfragen, Wünsche und Anliegen mittels Instant Messenger von Facebook direkt an das Hotel weiterleiten. Die Software, die bislang vorrangig für interne Kommunikationsprozesse im Haus vorgesehen war, bindet somit erstmals den Gast in den Dialog mit ein. Das Besondere: Die Anfragen können vom Hotelpersonal direkt in der Oberfläche beantwortet und bearbeitet werden, ohne den Umweg über Facebook nehmen zu müssen.

Die Kommunikation funktioniert dabei ganz einfach: Gäste öffnen den Facebook Messenger, verbinden sich mit dem Hotel und starten somit den Dialog. Der Download einer gesonderten App ist dabei nicht nötig. Die Hotelmitarbeiter sehen die Kommunikation direkt in der hotelkit-Software und können die Anfragen von dort aus bearbeiten, an die richtige Stelle weiterleiten und beantworten – eine rasche und effiziente Bearbeitung der Anliegen ist somit garantiert.

Eine der ersten Hotelketten, die die Guest-Messenger-Funktion von hotelkit nutzen wird, ist prizeotel, designed by Karim Rashid. „Der Dialog mit unseren Gästen ist uns ungemein wichtig. Die Kommunikationsgewohnheiten verändern sich und so ist es nur natürlich, dass wir unseren Gästen auch während dem Aufenthalt die Möglichkeit bieten, mit Gästewünschen über den Facebook Messenger an uns heranzutreten. Mittels der neuen hotelkit-Funktion können wir auch diesen Kommunikationskanal effizient in unseren Arbeitsalltag integrieren“, so Marco Nussbaum, Co-Founder & CEO prizeotel.

hotelkit bietet maßgeschneiderte Tools für die Hotellerie: Die Software ist die Plattform für tägliche Kommunikation, effizientes Aufgabenmanagement und den langfristigen Wissensaustausch zwischen den Mitarbeitern und Abteilungen eines oder mehrerer Hotels. Die 2012 gestartete Software, die auf PCs, Tablets und Smartphones genutzt werden kann, setzen mittlerweile über 350 Hotels in Europa ein – vom kleinen Boutiquehotel über die 25hours Hotels bis hin zum 1.125-Zimmer-Hotel Estrel in Berlin.

Weitere Informationen finden sich unter www.hotelkit.net. Auf der ITB besteht zudem die Möglichkeit, hotelkit kennenzulernen: Halle 7.1c, Stand 107.

© Bildrecht: hotelkit

Shiji übernimmt nach hetras auch ReviewPro

Shiji übernimmt ReviewPro und ist auf dem Weg zu einer vollintegrierten Softwarelösung für die Hotellerie.

Nachdem Shiji Information Technology im vergangenen Jahr das  PMS-System hetras übernommen hat, kommt jetzt noch die Übernahme von ReviewPro hinzu.

Wer ReviewPro nicht kennt, es ist ein weltweit führendes Unternehmen für Guest Intelligence Lösungen im Hotel- und Gastgewerbe. Die Cloud-basierten Lösungen ermöglichen den Kunden ein tieferes Verständnis für Reputation Performance zu erhalten und Betriebs- bzw. Servicequalität zu optimieren. ReviewPro bietet wertvolle Einblicke, um Gästezufriedenheit, Platzierungen auf Review-Seiten / OTAs und letztlich Einnahmen zu erhöhen. Die Kunden bekommen die detaillierten Einblicke durch hochwertige Daten und eine erweiterte Analyse, die durch einfach zu bedienende Werkzeuge und eine flexible API zugänglich sind. Ein erfahrenes Team bietet branchenführende Ausbildung und Weiterbildung und ist bestrebt, einen erstklassigen, persönlichen Service zu bieten. Sie konzentrieren sich darauf ihren Kunden zu vermitteln, wie sie erforderliche Änderungen vornehmen, um ein gästebezogenes Umfeld in ihren Organisationen zu schaffen.

Schaut man sich das alles an, wird schnell klar: da wird von Seiten Shiji durch die ganzen Übernahmen an einer einzigartigen, vollintegrierten Softwarelösung für die Hotellerie gearbeitet. Dadurch werden alle bisherigen Lösungen in den Schatten gestellt. Aktuell glänzt die Systemwelt der Branche mit schwerfälligen und benutzer-unfreundlichen PMS System. Hinzu kommen die vielen Drittanbietern, die alle nicht einwandfrei miteinander verbunden sind und somit ständig fehlerhaft kommunizieren. Die aktuelle Diskussion um den mehr als unterirdischen Support von Oracle Hospitality ist dafür das beste Beispiel.

Es würde mich nicht wundern, wenn die Chinesen dazu in nächster Zeit noch ein OTA übernehmen. Somit wären sie in der Lage, die gesamte Wertschöpfung der Branche abbilden zu können.

Die weitere Übernahme von Shiji wirft Fragen auf. Wie werden die OTAs reagieren und was passiert mit den anderen Technologieanbietern, die ggf. Exit verpassen? Wie positioniert sich die Hotellerie, wird es weitere Übernahmen und Investitionen in IT geben?

Der Markt ist spannend und passend zu diesem Thema, mein aktuelles Interview in der Cost&Logis „Wir brauchen eine Revolution“. Viel Spaß beim Lesen!

Hotellerie im Wandel und HolidayCheck Award 2017

Die Welt ist im Wandel und so auch die Hotellerie.  Als mich die AHGZ nach einer Prognose für 2017 fragte, da sagte ich (auch in der aktuellen Ausgabe nachzulesen):

veränderte Anforderungen der Gäste und der Druck der Online-Konkurrenz zwingen immer mehr Hotels und Marken, sich neu zu erfinden. Neben der Digitalisierung und dem Wandel zu einer IT-Company, wird der Inszenierung der Dienstleistung eine immer größere Bedeutung zukommen. Damit ist auch die Zeit der „Geiz ist geil“ Mentalität vorbei. Diejenigen, die immer wieder nur Nachfrage über den Preis akquirieren und ihren Fokus im Kostenmanagement haben, werden ebenso vom Markt verschwinden, wie Hotels und Hotelmarken mit einer langen Tradition, die es in den letzten Jahren versäumt haben, sich an dem veränderten Wettbewerbsumfeld auszurichten.

Somit wird das Jahr 2017 sicherlich noch viele Überraschungen mit sich bringen und die erste Überraschung habe ich schon erhalten. Unser prizeotel Bremen-City hat auch in 2017 wieder den beliebten HolidayCheck Award gewonnen.  Ich freue mich riesig, dass das Team nun schon seit 2010 und somit jedes Jahr nach der Eröffnung, diesen Award gewinnen konnte.  Eine wirklich einzigartige Leistung, die mich nicht nur stolz macht, sondern auch in unserem sysTeam-Ansatz bestätigt. Dank gilt natürlich auch all den Gästen, die uns bewertet haben. Deutschlands größtes Presseportal der Hotellerie und Gastronomie – Pregas – würdigte den Erfolg mit einem Beitrag, den ich selbst nicht besser hätte schreiben können.  Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an die Redaktion.

Als nächster Termin steht nun der Deutsche Hotelkongress an, der am 06. und 07. Februar in Berlin stattfindet.  Es wird bestimmt auch dort wieder die eine oder andere Überraschung geben.  Ich bin jedenfalls gespannt und freue mich darauf, besonders aber auf die Podiumsdiskussion am 06. Februar.  Um 11.40 Uhr geht es los: Neue Vertriebswege. Neue Kunden. Konsolidierung am Markt. – Aktuelle Herausforderungen für die Hotellerie und Lösungsansätze.

Danke für 2016 – Frohes Neues Jahr 2017

Danke…2016 war ein aufregendes Jahr für mich, persönlich, familiär und beruflich gab es viele Veränderungen und Herausforderungen zu bewältigen. Ein Jahr, dass den Blick auf die wirklich wichtigen Dinge geschärft und mich vieles gelehrt hat.

Daher halte ich es wie Paulo Coelho:

Ich danke allen, die meine Träume belächelt haben;
Sie haben meine Phantasie beflügelt.
Ich danke allen, die mich in ihr Schema pressen wollten;
Sie haben mich den Wert der Freiheit gelehrt.

Ich danke allen, die mich belogen haben;
Sie haben mir die Kraft der Wahrheit gezeigt.
Ich danke allen, die nicht an mich geglaubt haben;
Sie haben mir zugemutet, Berge zu versetzen.
Ich danke allen, die mich abgeschrieben haben;
Sie haben meinen Mut geweckt.

Ich danke allen, die mich verlassen haben;
Sie haben mir Raum gegeben für Neues.
Ich danke allen, die mich verraten und missbraucht haben;
Sie haben mich wachsam werden lassen.
Ich danke allen, die mich verletzt haben;
Sie haben mich gelehrt, im Schmerz zu wachsen.
Ich danke allen, die meinen Frieden gestört haben;
Sie haben mich stark gemacht, dafür einzutreten.

Vor allem aber danke ich all jenen,
die mich lieben, so wie ich bin;
Sie geben mir die Kraft zum Leben!

In diesem Sinne, wünsche ich allen Lesern/innen ein Frohes Neues Jahr 2017, sowie Glück und Gesundheit.

 

Hochschule Heilbronn widerlegt Skepsis gegenüber Internet-Reiseportalen

München, den 12. Oktober 2016 (w&p) – Wie halten es die Hoteliers mit einem ihrer wichtigsten Vertriebswege? Dieser Frage ist das Heilbronner Institut für angewandte Marktforschung (H-InfaM) an der Hochschule Heilbronn auf Initiative des Verband Internet Reisevertrieb e.V. (VIR) nachgegangen und hat das Verhältnis der Hoteliers zu den Internet-Reiseportalen, sogenannten Online Travel Agencies (OTAs) untersucht.

Die Studie zeichnet ein Bild überwiegender Zufriedenheit und Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Mit 68 Prozent der befragten Hoteliers sehen über zwei Drittel einen hohen bis sehr hohen Nutzen in der Vertriebskooperation mit den Internet-Reiseportalen, die rund 63 Prozent von ihnen mit „zufrieden“ oder sogar „sehr zufrieden“ bewerteten.

Befragt nach den wichtigsten Beweggründen für die Nutzung von Internet-Reiseportalen gaben insgesamt 78 Prozent der Hotels an, ihre Auslastung steigern zu wollen. 70 Prozent erhoffen sich davon eine bessere Auffindbarkeit. 69 Prozent schätzen die größere Reichweite durch die Online-Partner.

Eine Abhängigkeit von den OTAs zeigt sich jedoch in den Beweggründen nicht. Lediglich 20 Prozent sagten aus, dass sie die Internet-Reiseportale nutzen, weil es keine geeignete Alternative gebe. Das viel diskutierte Thema der Ratenparität wird nur von rund einem Drittel als ernstes Problem gesehen.

„Die Studie zeigt auf recht deutliche Weise, dass Hotels dem Vertrieb über die Internet-Reiseportale keineswegs hauptsächlich kritisch gegenüberstehen“, kommentiert VIR-Vorstand Michael Buller die Ergebnisse der Hochschule Heilbronn. „Vielmehr werden die OTAs mit Blick in die Zukunft als wichtiger Vertriebsweg gesehen, um die Reichweite bei den Kunden maßgeblich zu steigern.“

„Im individuellen Mix der Vertriebswege sind die Online-Portale demnach auch nicht mehr wegzudenken“, fügt Prof. Dr. Christian Buer von der Hochschule Heilbronn hinzu. „Etwa drei Viertel der Befragten schätzen deren Rolle für ihr Geschäft als wichtig oder sogar sehr wichtig ein.“

Damit ergänzen die OTAs die klassischen Vertriebskanäle wie Telefon, Brief/Fax/Email sowie die Reservierung auf der eigenen Website. In Zukunft wird die Bedeutung der verschiedensten Online-Kanäle im Verkaufsmix weiter zunehmen – so die Einschätzung von etwa 90 Prozent der befragten Hoteliers.

Befragt wurden im Rahmen der Studie insgesamt 459 Hoteliers. Zu 95 Prozent waren diese Entscheider – etwa drei Viertel auf Geschäftsführer-Ebene. Mit 87 Prozent fiel der weitaus größte Teil auf Privathotels mit einer gleichmäßigen Verteilung über Deutschland. Insgesamt spiegeln die Ergebnisse insbesondere mittelständische Betriebe in mittelgroßen Städten wider.

Studienergebnisse zum Download.