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HRS und der Hotelverband Deutschland (IHA) erzielen Einigung

Als mittelständischer Unternehmer, wie aber auch als Vorstand des Hotelverband Deutschland (IHA), freue ich mich persönlich sehr über diese Einigung. 

Meines Erachtens wird HRS doch fälschlicherweise zu oft als Frenemy gesehen und daher war es wichtig, diese Auseinandersetzung zu beenden und zwar so, dass man die Zukunft gemeinsam gestalten kann. HRS ist und bleibt ein wichtiger Partner für die Hotellerie, speziell in Deutschland. 

Persönlich habe ich im Laufe meiner Karriere nur positive Erfahrungen mit allen Ansprechpartnern von HRS erlebt, insbesondere aber auch mit Tobias Ragge und seinem Vater. Ohne die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit HRS, wäre prizeotel heute nicht da wo wir sind. 

Besondere Anerkennung geht ganz speziell an Otto Lindner und Markus Luthe, die den Hotelverband Deutschland (IHA) kontinuierlich auf einen neuen Level bringen und den Hotels in Deutschland immer wieder Impulse und Hilfestellung geben in der aktuellen VUCA – Welt (volatility, uncertainty, complexity and ambiguity) zu bestehen. Es ist nicht einfach für die Hotellerie diese Herausforderungen zu bewerkstelligen, doch der Verband ist in solchen Zeiten ein mehr als verlässlicher Partner bei all diesen Themen. 

Und irgendwie ist es doch immer wieder erstaunlich, was man alles erreichen kann, wenn die Egos in den Hintergrund treten und jeder im Sinne der Sache agiert. 

Daher würde ich mir wünschen, dass die Hotellerie in Deutschland nicht immer nur kritisiert, sondern sich am Ende auch einmal solidarisiert und gemeinsam für ihre Ziele eintritt. Jedem sollte doch nach so einer Meldung klar sein, welche Arbeit der Verband und das Team in Berlin leistet und was das für einen Mehrwert für die Hotellerie und jeden einzelnen Hotelier hat.

Hier geht es zur offiziellen Pressemitteilung.

Wenn der disruptive Innovator auf einmal zum Ziel anderer wird

Nun, dass ist doch jetzt mal lustig: Ein Buchungsportal, das mit aller Kraft dafür kämpft, ein Bewertungsportal zu sein, um eben den Hotels nicht die Freiheit zu geben, selbst zu entscheiden, ob sie da gelistet werden wollen oder nicht, reagiert auf den Vorstoß des Suchmaschinen-Riesen in die Touristik damit, mit staatlicher Hilfe alles so belassen zu wollen, wie es ist. Die Beschreibung des Businessmodels „Kommission bei Buchung von Pauschalreisen oder Hotels; Online-Werbung“ unterstreicht, dass das Businessmodell auf Grund der Erhöhung der Vertriebskosten, sowie vielleicht auch durch den Markt der Meta-Searcher, Gefahr läuft, seine hohen Margen zu verlieren.

Eine Bewegung, die im Übrigen nicht neu ist. Schaut man sich die „FAIRSEARCH“-Seite an, sieht man, dass es auch in den USA schon seit langem einen Zusammenschluss gegen die Vorgehensweise von Google gibt. Mit dem Schritt soll dem nun wohl entgegengewirkt werden. Es ist scheinbar nur noch eine Frage der Zeit, wann hier eine Übernahme ins Haus steht.

Irgendwann musste das ja mal schief gehen, bzw. der Druck auch bei anderen Anbietern außer als bei den Hotels direkt ankommen. Ob OTA’s oder eben Buchungsportale, die vorgeben, ein Bewertungsportal zu sein – Alle wollen, ja müssen quasi Werbung bei Google schalten, um ihre eigene Position und ihren Umsatz zu sichern. Werbung, die am Ende durch die Kommissionen & Provisionen der Hotels finanziert wird. Es ist schon pervers, dass die Hotellerie bis dato ihre Bedeutungslosigkeit im Netz maßgeblich selbst mitfinanziert hat.

Wenn ein Gast auf HolidayCheck ein Hotel bucht und dafür über booking.com geht, verdient HolidayCheck damit Geld. Im Hotel kommt die Buchung als Buchung von booking.com an. Schöne neue Welt – schöne alte Welt. Durch die Meta-Searcher und auch den Google-Hotelfinder sieht es alles noch ein wenig anders aus. Da kann es sein, dass das Hotel der OTA (booking.com) sowie das Bewertungsportal (holidaycheck) und vielleicht noch weitere Affiliate Partner des OTA alle gegeneinander bieten, um die beste Position zu bekommen. Alles genährt durch die Provision des Hotels. Pervers eben.

Aber durch den Fall der Best-Preis Klausel gibt es nun neue Möglichkeiten für die Hotels, den Direktvertrieb kostengünstiger zu erhöhen: Den besten Preis gibt es wirklich nur noch über die Hotel-Homepage. Das spricht für sich alleine.