Archiv der Kategorie: News

„So geht Hotel heute“ ist DAS Onlinemagazin über spannende und interessante Themen rund um die Hotellerie. Hier finden Sie aktuelle und interessante Presse-Meldungen aus der Branche.

Energy flows where awareness goes

Zeit für Neues

Corona ändert nicht alles für alle – aber vieles für viele. Beruflich wie privat. So geht Hotel heute sagt good bye zum Blog.

Der Lockdown hat die Hotellerie schwer getroffen. Von einem auf den anderen Moment ist alles auf null gesetzt. Hotels sind geschlossen. Für viele ist das Zuhause der neue Arbeitsplatz. Hinzu kommt die ständige Angst um den Job, um die ganze Existenz.

Der Virus hat unser Leben ausgebremst. Wir sind gezwungen, inne zu halten. Zeit, um nachzudenken: Was ist uns wichtig? Was wollen wir? Was tut uns gut?

Mir geht es nicht anders.

2009 habe ich diesen Blog gegründet. Damals eröffneten wir gerade das erste „prizeotel“ in Bremen. Bei „So geht Hotel heute“ habe ich über meine Gedanken und Herausforderungen als Hotelunternehmer berichtet. Der Blog war Forum für die Branche, für die Andersdenkenden, für die Innovativen. Ehrlich, kenntnisreich, kritisch. Der Blog hat seine Wirkung erzielt.

Nun sind Andere dran

Jetzt ist die Zeit loszulassen. Vor knapp einem Jahr habe ich meinen letzten Beitrag gepostet. Der Gedanke, mich auf andere Dinge zu konzentrieren, hat mich schon länger umgetrieben. Die Corona-Krise hat meinen Entschluss besiegelt, nicht mehr für diesen Blog zu schreiben.

Energy flows, where awareness goes

Ich suche den Gleichklang, beruflich, familiär und privat. Ich möchte meine Aufmerksamkeit und meine Energie auf weniger Dinge lenken. Der Blog gehört nicht mehr dazu. Nun sind andere dran. Es gibt viele sehr gute Autoren und andere tolle Medien mit neuen Ideen. Eine Auswahl davon findet ihr am Ende des Beitrags.

Ich nehme diesen Blog nicht aus dem Netz. Die Beiträge bleiben, denn sie werden auch heute noch gelesen. Und auch ich werde weiter präsent sein. Aber nicht mehr als Blogautor.

Es wartet Neues

Bereits im April 2019 startete ich meine Podcast-Serie „So geht Hotel heute“. Darin rede ich mit Menschen aus der Hotellerie, die Kluges zu sagen haben und den Zuhörern einen Mehrwert geben können. Ende des Jahres erscheint mein erstes Buch im Eigenverlag. Und zukünftig- so Corona uns lässt – werde ich eine exklusive Veranstaltung pro Jahr organisieren. Auch die Seite bekommt in kurzer Zeit ein neues Design.

Daher ist das kein Abschied. Es wird nur anders.

Bleibt gesund!

Links zu verschiedenen Blogs

Blog des Hotelverband Deutschland e.V.

HospitalityInside.com (Abo benötigt)

Tageskarte

Nomy Blog

#hierwillicharbeiten by Deutsche Hotelakademie

HSMA Knowledge Blog

Hogan Lovells Hotelblog

Gronda

HGT Hotelconsulting Blog

Hottelling und Hotelier TV

Die Hotelharmonisierer

Gröön Schnack Blog

Marketing4Results

Frank Simmeth Blog

Gastromatic Blog

Gastro Vision Online-Magazin

Küchen Herde

Theken Talk – Die Meister der Gastronomie

ETO Personalmarketing Blog

Hotel – O – Motion

Zeev Rosenberg

Coole Branche

Additive

TT Upgrade

Spalteholz Hotelkompetenz

OYO kommt nach Deutschland

OYO kommt nach Deutschland. Die führende Hotelkette Indiens soll dabei von einem Bremer Unternehmen unterstützt werden. Als Bremer freut mich das natürlich selbst besonders.

Erst kürzlich ist Airbnb bei OYO mit knapp 150 Millionen US-Dollar eingestiegen. Der Deal ist eine Ergänzung zu OYOs (damals) 1 Milliarde Dollar Serie E Runde, die vom SoftBank Vision Fund angeführt wurde. Die im vergangenen September angekündigte Transaktion bezifferte OYO auf rund 5 Milliarden Dollar. Mittlerweile hat das Unternehmen mehr als 1,5 Milliarden Dollar von Investoren eingeworben.

OYO will nun in Deutschland eigentümergeführte Mittelklassehotels für sich gewinnen. Das wird nicht nur die ganzen kleinen Franchisemarken unter Druck setzen, sondern auch besonders die großen Ketten. Wie auch im letzten Podcast zu hören war, haben diese ohnehin schon u.a. massiv mit den OTAs zu kämpfen.

Hinzu kommt, dass bei den Führungskulturen der großen Hotelkonzerne oftmals weder der gemeinsame Erfolg, noch nachhaltige und zukunftsfähige Konzepte federführend sind. Es geht vielmehr um ständige Rivalitäten und persönliche Ambitionen. Der Spruch „Corporate Life is about takeing care of yourself and not about creating things“ bringt es dabei ganz passend auf den Punkt. Somit entsteht in den Konzernen ein Management, deren hochbezahlte Protagonisten mehr Misserfolgsvermeider als Erfolgssucher sind. Genau das zeigt aber auch das Dilema. Externe Dritte, wie z.B. OYO, entwickeln Lösungen und Strategien, die der Branche dann extrem zu schaffen machen und diese maßgeblich verändern. Die etablierten Executives haben diesem nichts entgegenzusetzen, außer vielleicht die Kostenstruktur zu optimieren, weil es ihnen selbst an nachhaltigen und zukunftsfähigen Konzepten fehlt.

Es zeigt erneut, dass die Digitaliserung den Veränderungsprozess immer schneller vorantreibt. Und gerade die Distribution wird die Konsolidierung der Branche weiter forcieren. Der Wettbewerb findet heute auf Ebenen der Plattformen statt. OYOs Erfolgsaussichten, sich zu einer der größten Hotelgesellschaften der Welt zu entwickeln, stehen somit mehr als gut.

Klopp sauer über Hotelpreise beim Champions League Finale

Jürgen Klopp ist sauer über die Hotelpreise beim Champions League Finale.

In Madrid ziehen zum Champions League Finale die Hotelpreise an. Ein Zimmer kostet in der Zeit bis zu €3.000, während das selbe Zimmer zu einer anderen Zeit für €100 zu bekommen ist. Das jedenfalls sagte Jürgen Klopp bei einer Pressekonferenz und regte sich über die irren Hotelpreise auf.

Die Diskussion ist für die Hotellerie nicht neu, kommt sie doch immer wieder auf. Ganz besonders stark zu Messezeiten oder anderen Perioden die von starker Nachfrage geprägt sind.

Jürgen Klopp ist jedenfalls sauer über die irren Hotelpreise beim Champions League Finale, wie man aufschlussreich dem Video entnehmen kann.

Das Thema habe ich 2013 schon einmal in einem anderen Beitrag aufgegriffen und es gab danach in den sozialen Medien spannende Kommentare und Diskussionen.

Ist das jetzt also ein Problem der algorithmischen Entscheidungsfindung im Revenue-Management? Sollte vielleicht eingegriffen werden, um ethische Grundsätze einzuhalten – und wenn ja, welche eigentlich? Oder dient das Revenue-Management Programm dazu sich vor der eigenen/eigentlichen Verantwortlichkeit zu drücken?

Was denkt ihr?

HRS und der Hotelverband Deutschland (IHA) erzielen Einigung

Als mittelständischer Unternehmer, wie aber auch als Vorstand des Hotelverband Deutschland (IHA), freue ich mich persönlich sehr über diese Einigung. 

Meines Erachtens wird HRS doch fälschlicherweise zu oft als Frenemy gesehen und daher war es wichtig, diese Auseinandersetzung zu beenden und zwar so, dass man die Zukunft gemeinsam gestalten kann. HRS ist und bleibt ein wichtiger Partner für die Hotellerie, speziell in Deutschland. 

Persönlich habe ich im Laufe meiner Karriere nur positive Erfahrungen mit allen Ansprechpartnern von HRS erlebt, insbesondere aber auch mit Tobias Ragge und seinem Vater. Ohne die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit HRS, wäre prizeotel heute nicht da wo wir sind. 

Besondere Anerkennung geht ganz speziell an Otto Lindner und Markus Luthe, die den Hotelverband Deutschland (IHA) kontinuierlich auf einen neuen Level bringen und den Hotels in Deutschland immer wieder Impulse und Hilfestellung geben in der aktuellen VUCA – Welt (volatility, uncertainty, complexity and ambiguity) zu bestehen. Es ist nicht einfach für die Hotellerie diese Herausforderungen zu bewerkstelligen, doch der Verband ist in solchen Zeiten ein mehr als verlässlicher Partner bei all diesen Themen. 

Und irgendwie ist es doch immer wieder erstaunlich, was man alles erreichen kann, wenn die Egos in den Hintergrund treten und jeder im Sinne der Sache agiert. 

Daher würde ich mir wünschen, dass die Hotellerie in Deutschland nicht immer nur kritisiert, sondern sich am Ende auch einmal solidarisiert und gemeinsam für ihre Ziele eintritt. Jedem sollte doch nach so einer Meldung klar sein, welche Arbeit der Verband und das Team in Berlin leistet und was das für einen Mehrwert für die Hotellerie und jeden einzelnen Hotelier hat.

Hier geht es zur offiziellen Pressemitteilung.

1. Hotelbogger Treffen auf der Gastro Vision 2018

Hotelblogger : Wer teilt, gewinnt und wer wachsen will, setzt aufs Teilen.

1. Hotelblogger Treffen

Es gibt aktuell eine Vielzahl von Hotelblogs. Einige mit großer Reichweite, andere mit kleiner Reichweite. Wiederum einige mit sehr komplexen Themen, andere mit etwas einfacheren Themen. Was alle miteinander verbindet, es sind motivierte und engagierte Menschen, die mit viel Liebe und Mühe diese Blogs betreiben.

You can’t do today’s job with yesterday’s methods and be in business tomorrow

Die Anforderungen an die Hotellerie werden immer komplexer und die Vielzahl von Blogs ist mehr als positiv. Ein einheitlicher Know-How Transfer gibt die Möglichkeit die Branche zu stärken. Aber nicht jede Strategie passt zu jedem Hotel, zu jedem Standort oder jedem Team. Die Blogs sind wie ein großer Supermarkt der Informationen, jeder Hotelier bekommt für sich Hilfe zur Selbsthilfe und seine Fragen beantwortet. Es geht darum für sich unternehmerisch sinnvolle Strategien abzuleiten.

Wichtig dabei ist, fachlich und sachlich einwandfreie Informationen zu kommunizieren. Wir von so-geht-Hotel-heute sind davon überzeugt, dass allen Bloggern Zugang zu diesen Informationen verschafft werden sollte. Wer teilt, gewinnt und wer wachsen will, setzt aufs Teilen. Kritische Stimmen liefern wertvolle Informationen und insbesondere einflussreiche, gut vernetzte Hotelblogger sind wertvolle Know-How Botschafter für die Branche.

Treffen anlässlich der Gastro Vision

Daher laden wir zusammen mit der Gastro Vision ausgewählte Hotelblogger zu einem Workshop und damit verbundenen Erfahrungsaustausch nach Hamburg ein. Das 1. Hotelblogger Treffen findet im Rahmen der Gastro Vision statt. Das genaue Datum (zwischen dem 09.-13.März 2018) und Programm für das Treffen, werden wir innerhalb der nächsten 14 Tage bekannt geben. Die Teilnahme ist für die ausgewählten Hotelblogger natürlich kostenlos, inkl. einer Eintrittskarte zur Gastro Vision. Für die Anreise und den Aufenthalt in Hamburg muss selbst gesorgt werden.

Wir brauchen eure Hilfe

Da wir keinen Überblick haben, welche Hotelblogger und Blogs es gibt, schreibt doch bitte die euch bekannten Blogs in das Kommentarfeld. Natürlich können sich die Hotelblogger auch direkt bewerben und selbst im Kommentarfeld eintragen.

Die ausgewählten Hotelblogger bekommen dann Anfang Februar eine Einladung von uns zugeschickt.

Hotelmarkt Deutschland 2017

Hotellerie weiter auf Wachstumspfad

Nach einem erfolgreichen Jahr 2016 blickt die Hotellerie in Deutschland mit Zuversicht auch auf das laufende Jahr. Mit 279,6 Millionen Übernach- tungen in den Hotels, Gasthöfen und Pensionen meldet die Branche für 2016 einen neuen Bestwert und ein Plus von 2,8 Prozent. Der Netto- umsatz stieg nominal um 4,1 Prozent (real 2,4 Prozent) auf 25,9 Milliar- den Euro. „Damit verzeichnen wir das siebte Rekordjahr in Folge. Die Hotellerie profitiert von der robusten Konjunktur und Konsumfreude im Land sowie vom anhaltenden Boom des Deutschlandtourismus“, erklär- te Otto Lindner, Vorsitzender des Hotelverbandes Deutschland (IHA), am Mittwoch in Berlin. Angesichts der weiterhin günstigen gesamtwirtschaftlichen Lage rechnet der Verband für das laufende Jahr erneut mit einem Übernachtungsplus von rund zwei Prozent. Zugleich verweist der Hotelverband auf eine Vielzahl ungelöster Probleme. Steigende Kosten, wachsende Kapazitäten, unfaire Marktpraktiken im Online-Vertrieb und zunehmende Wettbewerbsverzerrungen sorgen die Hoteliers.

Das Reiseland Deutschland liegt nachhaltig im Trend: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stieg die Zahl der Übernachtungen inländischer Gäste in Hotels, Hotels garnis, Gasthöfen und Pensionen 2016 um 3,2 Prozent auf 213,7 Millionen. Darüber hinaus zieht Deutschland immer mehr internationale Gäste an. Mit insgesamt 65,9 Millionen Übernachtungen (Vorjahr: 64,9 Millio- nen) trugen die Übernachtungen aus dem Ausland erheblich zum erfreulichen Gesamtergebnis bei, auch wenn die Wachstumsrate mit einem Plus von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (+5,8 Prozent) deutlich geringer ausfiel.

Als Ergebnis der steigenden Nachfrage haben sich 2016 alle Kennzahlen des Hotelmarktes positiv entwickelt. Laut aktuellem Branchenreport des Hotelver- bandes „Hotelmarkt Deutschland 2017“ betrug die durchschnittliche Zimmer- auslastung 71,0 Prozent, ein leichtes Plus von 0,9 Prozent im Vorjahresver- gleich. Die Netto-Zimmerpreise (ohne Frühstück, ohne Mehrwertsteuer) erhöh- ten sich um 3,5 Prozent auf 93 Euro. Zum Vergleich: In Europa stiegen die Zimmerpreise insgesamt um 0,8 Prozent auf 94 Euro. Die deutschen Hotel- preise liegen damit nur noch leicht unter dem europäischen Durchschnitt. Der Zimmerertrag (RevPAR) der deutschen Hotels erreichte 66 Euro (Vorjahr: 63 Euro). Dies entspricht einem Anstieg von 4,4 Prozent. (Diese Daten basieren auf dem Hotelbenchmark der MKG Group, die Angaben von über 1.100 Hotels in Deutschland mit mehr als 180.000 Zimmern auswertet.)

Trotz bestehender Überkapazitäten an einigen Standorten zeigt sich die Hotel- lerie weiterhin investitionsfreudig. Für die nächsten drei Jahre sind bundesweit 571 Neu-, Um- und Ausbauten geplant (Vorjahr: 517). Werden alle angekündigten Hotelbauprojekte auch realisiert, drängen weitere 85.115 zusätzliche Hotelzimmer (Vorjahr: 74.726) auf den deutschen Hotelmarkt.

Mitarbeiter gewinnen und langfristig binden

Einhergehend mit den guten Umsätzen stiegen auch die Beschäftigtenzahlen. Zum Stichtag 30. Juni 2016 waren laut Bundesagentur für Arbeit im Beherber- gungsgewerbe 298.468 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Dies entspricht einem Zuwachs von 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahres- zeitraum. Die Gesamtwirtschaft verzeichnete im gleichen Zeitraum ebenfalls ein Beschäftigungsplus von 2,0 Prozent.

Die Sicherung des steigenden Arbeits- und Fachkräftebedarfs bezeichnete der Hotelverbandsvorsitzende als eines der wichtigsten Zukunftsthemen der Bran- che. „In Zeiten des demografischen Wandels und sinkender Bewerberzahlen sind wir alle aufgerufen, zum einen weiterhin in die Qualität der Ausbildung zu investieren und zum anderen unseren Teams unsere Wertschätzung und Anerkennung noch deutlicher zu zeigen. Wo Flexibilisierungsspielräume in unserer Arbeitswelt bestehen, sollten wir diese auch konsequent nutzen.“

Bürokratie und Kosten senken

Der Hotelverband warnte davor, die positiven Umsatz- und Beschäftigungsentwicklungen durch immer neue Auflagen und Steuern abzuwürgen. „Kommunale Bettensteuern, an denen einige Städte und Gemeinden leider immer noch festhalten, sind kontraproduktiv, unverhältnismäßig, ungerecht und unse- rer Auffassung nach auch verfassungswidrig“, erklärte Lindner. Zusammen mit dem DEHOGA Bundesverband unterstützt der Hotelverband die Klagen dreier Hoteliers vor dem Bundesverfassungsgericht, das als höchstrichterliche Instanz hoffentlich noch in diesem Jahr für Rechtsklarheit sorgen wird.

Zusätzliche Belastungen drohten der Hotellerie durch die anstehende Umsetzung der Pauschalreiserichtlinie in deutsches Recht. Nach massiver Kritik des Hotelverbandes hat das Bundesjustizministerium an den für die Branche we- sentlichen Stellen nachgebessert. Dies betrifft insbesondere die Streichung des § 651u BGB-RefE, wonach selbst Einzelleistungen wie eine reine Hotel- übernachtung dem Pauschalreiserecht unterworfen worden wären. Der Ver- band hofft, dass die Große Koalition dieser Linie auch bei den abschließenden Beratungen im Deutschen Bundestag nun treu bleibt.

Fairen Wettbewerb in Zeiten der Digitalisierung sichern

Ein weiteres Handlungsfeld des Hotelverbandes stellt die alle Lebens- und Wirtschaftsbereiche durchdringende Digitalisierung dar, die der Hotelverband als Akteur mitgestalten will. „So lobt der Hotelverband bereits zum zweiten Mal einen mit 125.000 Euro dotierten Branchenaward für Start-ups aus, den die Mitglieder im Rahmen des IHA-Jahreskongresses am 13. Juni in Hamburg ebenso vergeben werden wie die Auszeichnung der Produktinnovation des Jahres der Preferred Partner des Hotelverbandes“, kündigte Lindner an.

Auf der Prioritätenliste des Verbandes ganz oben steht in diesem Kontext auch die Stärkung des Direktvertriebs der Hotellerie. „Über den europäischen Dachverband HOTREC hat der Hotelverband die Kampagne ‚Direkt Buchen‘ gestartet, um die Vorteile des unmittelbaren Kontakts zwischen Gast und Gastgeber gerade auch im digitalen Zeitalter zu unterstreichen“, berichtete der IHA-Vorsitzende. Alle Hoteliers, die an der Kampagne teilnehmen wollen, können sich das kostenfreie „Direkt Buchen“-Logo über die Website www.book-direct-shop.eu/de herunterladen und in ihre Gästekommunikation einbauen.

 

Der Hotelverband setzt sich in diesem Kontext auch weiterhin konsequent gegen wettbewerbswidrige Praktiken in der Distribution zur Wehr. „Online- Buchungsportale sind laut einer aktuellen Verbandsuntersuchung mit einem Buchungsanteil von 25,2 Prozent zum inzwischen bedeutendsten Buchungskanal geworden“, erläuterte Lindner. „Angesichts der enormen Marktmacht der Buchungsportale begrüßen wir das Einschreiten des Bundeskartellamtes ge- gen wettbewerbsbeschränkende Meistbegünstigungsklauseln von HRS und Booking.com außerordentlich. Wir setzen fest darauf, dass die Untersagungsverfügungen der Wettbewerbshüter auch den anhängigen gerichtlichen Überprüfungen standhalten werden.“

Politischen Handlungsbedarf sieht der Hotelverband zudem im Bereich der so genannten „Sharing“ Economy. „Das derzeitige Rechtsvakuum in vielen Städten und Gemeinden bei der tageweisen Vermietung von Privatapartments geht auf Kosten der Verbraucher, Anwohner und Steuerzahler und verzerrt den Wettbewerb zur stark reglementierten Hotellerie“, machte Lindner deut- lich. „Der Gesetzgeber ist gefordert, hier für ein level playing field zu sorgen: Gleiche Rechten und Pflichten für alle Marktteilnehmer, egal ob neu oder etabliert, ob analog oder digital, gleiches Schutzbedürfnis für alle Gäste.“

Um die Chancen der Digitalisierung im Interesse der Gäste und der touristischen Regionen in Deutschland auch wirklich nutzen zu können, erwartet der Hotelverband von den politischen Entscheidungsträgern auf allen Ebenen einen hochwertigen und flächendeckenden Ausbau der Breitbandabdeckung in Deutschland. „Auch ein veritabler Befreiungsschlag beim mehr als lästigen Thema ‚öffentliches WLAN-Angebot‘ bezüglich Störerhaftung, Unterlassungs- ansprüchen und Netzsperren ist mehr als überfällig“, bringt Lindner die Erwartungshaltung der Branche auf den Punkt.

IHA Branchenaward 2017

MairDumont stockt Dotierung des IHA-Branchenawards für Start-up-Unternehmen auf 125.000 Euro auf

Der IHA-Branchenaward für Start-up-Unternehmen erfreut sich auch bei seiner zweiten Auflage großer Zuspruchs sowohl durch Unternehmensgründer als auch Venture-Capital-Gebern. So stockt die MairDumont Ventures GmbH den von den VC-Fondsmanagern HOWZAT Asset Management s.à.r.l. und HR Ventures GmbH – dem Beteiligungsarm der Hahn Air – bereits mit 100.000 Euro dotierten Preis noch einmal um 25.000 Euro auf. „Wir freuen uns über die positive Resonanz und auf noch möglichst viele weitere Einreichungen“, kommentiert Otto Lindner den erfolgreichen Auftakt des IHA-Branchenawards, der am 13. Juni 2017 in Hamburg im Rahmen Jahreskongresses des Hotelverbandes verliehen wird.

Teilnahmeberechtigt sind Start-ups, deren hotellerienahes B2B- oder B2C-Produkt seit maximal zwei Jahren am Markt ist und sämtlichen Hotelbereichen, wie z.B. Haustechnik, Human Resources, Betriebsführung oder Vertrieb, entstammen kann. Mit dem Branchenaward will der Hotelverband neue Technologien frühzeitig einem Praxischeck unterziehen, Start-up-Unternehmen zum Eintritt in unsere spannende Branche ermutigen und sie durch ein individuelles Coaching auch bestmöglich auf ihrem weiteren Weg begleiten.

Eine Jury aus IHA-Vertretern und Finanzierungsexperten der unterstützenden Fonds werden – ggf. nach Durchführung einer Zwischenrunde am 17. Mai 2017 – aus allen Einreichungen maximal 5 Start-ups auswählen, die beim IHA-Hotelkongress am 13. Juni 2017 in Hamburg pitchen dürfen. Die Kongressteilnehmer werden über den Preisträger 2017 abstimmen. Jedem der höchstens 5 Endrunden-Teilnehmer wird ein Mitglied des IHA-Beirats zur Vorbereitung als Coach und Sparringspartner zur Verfügung stehen.

Sämtliche Bewerber erhalten eine Listung auf der Verbands-Website www.hotellerie.de/go/start-ups. Die Teilnehmer der Endrunde erhalten darüber hinaus zwei Teilnahme-Tickets für den IHA-Hotelkongress inklusive Abendveranstaltungen, eine Präsentationsmöglichkeit vor Ort und eine Darstellungsmöglichkeit auf der IHA-Website. Der Gewinner wird von seinem Coach zudem die nächsten 12 Monate begleitet werden. Der Branchenaward ist als Wandeldarlehen in einer Höhe von nun 125.000 Euro zu marktüblichen Konditionen (20% Abschlag, 6% Zinsen, 24 Monate Laufzeit, nachrangig) ausgelegt.

Interessierte Start-up-Unternehmen können die detaillierten Teilnahmebedingungen unter www.hotellerie.de/go/start-ups abrufen und sich für eine Teilnahme verbindlich anmelden. Bewerbungsfrist ist der 31. März 2017. Verbandsmitglieder dürfen am Wettbewerb nicht teilnehmen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

hotelkit integriert Facebook Messenger

Im direkten Dialog mit dem Gast Hotel Operations Software hotelkit integriert Facebook Messenger

München, 3. Februar 2017. Ein zweites Kopfkissen? Eine Tischreservierung? Oder einfach nur ein Tipp, wo das beste Restaurant zu finden ist – mussten Gäste dafür früher noch telefonisch oder persönlich die Rezeption kontaktieren, so können sie dafür ab sofort ganz bequem den Facebook Messenger verwenden. Möglich macht es die neue Funktion der Hotel Operations & Communication Software hotelkit. Gäste können ihre Anfragen, Wünsche und Anliegen mittels Instant Messenger von Facebook direkt an das Hotel weiterleiten. Die Software, die bislang vorrangig für interne Kommunikationsprozesse im Haus vorgesehen war, bindet somit erstmals den Gast in den Dialog mit ein. Das Besondere: Die Anfragen können vom Hotelpersonal direkt in der Oberfläche beantwortet und bearbeitet werden, ohne den Umweg über Facebook nehmen zu müssen.

Die Kommunikation funktioniert dabei ganz einfach: Gäste öffnen den Facebook Messenger, verbinden sich mit dem Hotel und starten somit den Dialog. Der Download einer gesonderten App ist dabei nicht nötig. Die Hotelmitarbeiter sehen die Kommunikation direkt in der hotelkit-Software und können die Anfragen von dort aus bearbeiten, an die richtige Stelle weiterleiten und beantworten – eine rasche und effiziente Bearbeitung der Anliegen ist somit garantiert.

Eine der ersten Hotelketten, die die Guest-Messenger-Funktion von hotelkit nutzen wird, ist prizeotel, designed by Karim Rashid. „Der Dialog mit unseren Gästen ist uns ungemein wichtig. Die Kommunikationsgewohnheiten verändern sich und so ist es nur natürlich, dass wir unseren Gästen auch während dem Aufenthalt die Möglichkeit bieten, mit Gästewünschen über den Facebook Messenger an uns heranzutreten. Mittels der neuen hotelkit-Funktion können wir auch diesen Kommunikationskanal effizient in unseren Arbeitsalltag integrieren“, so Marco Nussbaum, Co-Founder & CEO prizeotel.

hotelkit bietet maßgeschneiderte Tools für die Hotellerie: Die Software ist die Plattform für tägliche Kommunikation, effizientes Aufgabenmanagement und den langfristigen Wissensaustausch zwischen den Mitarbeitern und Abteilungen eines oder mehrerer Hotels. Die 2012 gestartete Software, die auf PCs, Tablets und Smartphones genutzt werden kann, setzen mittlerweile über 350 Hotels in Europa ein – vom kleinen Boutiquehotel über die 25hours Hotels bis hin zum 1.125-Zimmer-Hotel Estrel in Berlin.

Weitere Informationen finden sich unter www.hotelkit.net. Auf der ITB besteht zudem die Möglichkeit, hotelkit kennenzulernen: Halle 7.1c, Stand 107.

© Bildrecht: hotelkit

Shiji übernimmt nach hetras auch ReviewPro

Shiji übernimmt ReviewPro und ist auf dem Weg zu einer vollintegrierten Softwarelösung für die Hotellerie.

Nachdem Shiji Information Technology im vergangenen Jahr das  PMS-System hetras übernommen hat, kommt jetzt noch die Übernahme von ReviewPro hinzu.

Wer ReviewPro nicht kennt, es ist ein weltweit führendes Unternehmen für Guest Intelligence Lösungen im Hotel- und Gastgewerbe. Die Cloud-basierten Lösungen ermöglichen den Kunden ein tieferes Verständnis für Reputation Performance zu erhalten und Betriebs- bzw. Servicequalität zu optimieren. ReviewPro bietet wertvolle Einblicke, um Gästezufriedenheit, Platzierungen auf Review-Seiten / OTAs und letztlich Einnahmen zu erhöhen. Die Kunden bekommen die detaillierten Einblicke durch hochwertige Daten und eine erweiterte Analyse, die durch einfach zu bedienende Werkzeuge und eine flexible API zugänglich sind. Ein erfahrenes Team bietet branchenführende Ausbildung und Weiterbildung und ist bestrebt, einen erstklassigen, persönlichen Service zu bieten. Sie konzentrieren sich darauf ihren Kunden zu vermitteln, wie sie erforderliche Änderungen vornehmen, um ein gästebezogenes Umfeld in ihren Organisationen zu schaffen.

Schaut man sich das alles an, wird schnell klar: da wird von Seiten Shiji durch die ganzen Übernahmen an einer einzigartigen, vollintegrierten Softwarelösung für die Hotellerie gearbeitet. Dadurch werden alle bisherigen Lösungen in den Schatten gestellt. Aktuell glänzt die Systemwelt der Branche mit schwerfälligen und benutzer-unfreundlichen PMS System. Hinzu kommen die vielen Drittanbietern, die alle nicht einwandfrei miteinander verbunden sind und somit ständig fehlerhaft kommunizieren. Die aktuelle Diskussion um den mehr als unterirdischen Support von Oracle Hospitality ist dafür das beste Beispiel.

Es würde mich nicht wundern, wenn die Chinesen dazu in nächster Zeit noch ein OTA übernehmen. Somit wären sie in der Lage, die gesamte Wertschöpfung der Branche abbilden zu können.

Die weitere Übernahme von Shiji wirft Fragen auf. Wie werden die OTAs reagieren und was passiert mit den anderen Technologieanbietern, die ggf. Exit verpassen? Wie positioniert sich die Hotellerie, wird es weitere Übernahmen und Investitionen in IT geben?

Der Markt ist spannend und passend zu diesem Thema, mein aktuelles Interview in der Cost&Logis „Wir brauchen eine Revolution“. Viel Spaß beim Lesen!

Hochschule Heilbronn widerlegt Skepsis gegenüber Internet-Reiseportalen

München, den 12. Oktober 2016 (w&p) – Wie halten es die Hoteliers mit einem ihrer wichtigsten Vertriebswege? Dieser Frage ist das Heilbronner Institut für angewandte Marktforschung (H-InfaM) an der Hochschule Heilbronn auf Initiative des Verband Internet Reisevertrieb e.V. (VIR) nachgegangen und hat das Verhältnis der Hoteliers zu den Internet-Reiseportalen, sogenannten Online Travel Agencies (OTAs) untersucht.

Die Studie zeichnet ein Bild überwiegender Zufriedenheit und Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Mit 68 Prozent der befragten Hoteliers sehen über zwei Drittel einen hohen bis sehr hohen Nutzen in der Vertriebskooperation mit den Internet-Reiseportalen, die rund 63 Prozent von ihnen mit „zufrieden“ oder sogar „sehr zufrieden“ bewerteten.

Befragt nach den wichtigsten Beweggründen für die Nutzung von Internet-Reiseportalen gaben insgesamt 78 Prozent der Hotels an, ihre Auslastung steigern zu wollen. 70 Prozent erhoffen sich davon eine bessere Auffindbarkeit. 69 Prozent schätzen die größere Reichweite durch die Online-Partner.

Eine Abhängigkeit von den OTAs zeigt sich jedoch in den Beweggründen nicht. Lediglich 20 Prozent sagten aus, dass sie die Internet-Reiseportale nutzen, weil es keine geeignete Alternative gebe. Das viel diskutierte Thema der Ratenparität wird nur von rund einem Drittel als ernstes Problem gesehen.

„Die Studie zeigt auf recht deutliche Weise, dass Hotels dem Vertrieb über die Internet-Reiseportale keineswegs hauptsächlich kritisch gegenüberstehen“, kommentiert VIR-Vorstand Michael Buller die Ergebnisse der Hochschule Heilbronn. „Vielmehr werden die OTAs mit Blick in die Zukunft als wichtiger Vertriebsweg gesehen, um die Reichweite bei den Kunden maßgeblich zu steigern.“

„Im individuellen Mix der Vertriebswege sind die Online-Portale demnach auch nicht mehr wegzudenken“, fügt Prof. Dr. Christian Buer von der Hochschule Heilbronn hinzu. „Etwa drei Viertel der Befragten schätzen deren Rolle für ihr Geschäft als wichtig oder sogar sehr wichtig ein.“

Damit ergänzen die OTAs die klassischen Vertriebskanäle wie Telefon, Brief/Fax/Email sowie die Reservierung auf der eigenen Website. In Zukunft wird die Bedeutung der verschiedensten Online-Kanäle im Verkaufsmix weiter zunehmen – so die Einschätzung von etwa 90 Prozent der befragten Hoteliers.

Befragt wurden im Rahmen der Studie insgesamt 459 Hoteliers. Zu 95 Prozent waren diese Entscheider – etwa drei Viertel auf Geschäftsführer-Ebene. Mit 87 Prozent fiel der weitaus größte Teil auf Privathotels mit einer gleichmäßigen Verteilung über Deutschland. Insgesamt spiegeln die Ergebnisse insbesondere mittelständische Betriebe in mittelgroßen Städten wider.

Studienergebnisse zum Download.