Kennen wir die heutigen Kundenbedürfnisse?


Welche behördlichen Regulierungen sollten in der Hotellerie abgeschafft werden um Kundenbedürfnisse zu erfüllen?

Unter anderem das sicherlich mehr als verkrustete Bundesmeldegesetz. Während die ganze Welt von Digitalisierung und mobile Check-In spricht, muss der Hotelgast in Deutschland immer noch den Meldeschein handschriftlich unterschreiben. Gerne steht er dabei auch in einer Warteschlange, um dann endlich am Empfang anzukommen. Fortschritt sieht anders aus und als Hotelgast der international reist, ist das mehr als unverständlich.

Die Individualisierung der Dienstleistung wird einer der entscheidenen Wettbewerbsfaktoren. Die Kunden werden dieser Individualisierung in Zukunft eine deutlich größere Bedeutung schenken und Voraussetzung zur Umsetzung sind Freiräume. Die Mitarbeiter/innen benötigten diese bezüglich Kreativität, Selbstverantwortung und Flexibilität, hinzu kommt die technische Unterstützung durch Daten und digitale Hilfsmittel.

Somit ist es nicht nachvollziehbar, dass eine Branche, die über 500.000 Beschäftigte hat und deren Umsatz in 2021 knapp 37 Mrd. € betragen wird, eine derartige Gängelung ertragen muss. Irgendwie bleibt aber das Gefühl, dass die Politik den rasant wachsenden Herausforderungen der digitalen Gesellschaft nicht gerecht und dieses Missverhältnis sich wahrscheinlich auch in den kommenden Jahren nicht zum Besseren wandeln wird.

Was sind eurer Meinung nach weitere behördliche Regulierungen, die überhaupt keinen Mehrwert haben und/oder die Erfüllung der Kundenbedürfnisse blockieren?

Ich freue mich über eure Kommentare.

4 Gedanken zu „Kennen wir die heutigen Kundenbedürfnisse?“

  1. Erhard Stammberger

    Meldepflicht abschaffen. Ich habe nie begriffen, warum es die gibt und ob die jemals zur Aufklärung von irgend etwas beigetragen hat. Zumal meine Daten seit Jahrzehnten nicht mehr durch Ausweisvorlage o.ä. überprüft wurden. Wenn also jemand in unlauterer Absicht handelt, ist es ein Leichtes, den Meldeschein mit Fantasiedaten zu füllen.

  2. Michael Sting

    Da gibt es diese komische Steuer in Köln, die man als Geschäftsreisender mit dem Ausgüllen eines umfangreichen Fragebogens vermeiden kann. Schrecklich.

    1. Tobias

      Köln treibt es wirklich auf die Spitze… Bei jedem Check-In müssen 2 DINA4 Seiten ausgefüllt werden – auch wenn ich vor zwei Tagen meinen letzten Aufenthalt dort hatte. Für mich als Geschäftsreisender die Krönung sinnloser Bürokratie. Eine Dame vom Hotel meinte dann sogar, dass sie von der Stadt teilweise Bögen zurückbekommen, die nicht vollständig sind etc. – Gibt in Köln also tatsächlich auch noch jemanden, der die Bögen sichtet …

  3. wolfgang schene

    Ignoriere diese Pflicht seit 54 Jahren.Hat noch nie einergeprueft. Ausfüllen muessen bei mir nur Gäste bei denen ich es für notwendig halte

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