flache Hierarchie: die neue Arbeitswelt


Über die neue Arbeitswelt wird viel gesprochen. walk-the-talk praktizieren hingegen nur sehr wenige und in vielen Unternehmen herrscht immer noch die klassische Hierarchie, die top-down Mentalität bestimmt das Geschäft (siehe Schaubild). Nicht so bei trivago.

Das Gründerszene Magazin hat ein klasse Interview über die Unternehmenskultur von trivago veröffentlicht.  Ein wirklich tolles Unternehmen und die Gründer verdienen großen Respekt. Spannend finde ich, dass es von der Kultur her ähnliche Ansätze wie bei uns sind, nur in der Umsetzung ist trivago viel konsequenter. Berücksichtigt man dazu noch die Größe des Unternehmens und das Wachstum, dann ist es umso bewundernswerter, was da in Düsseldorf geleistet wird. Alles basiert auf einer flachen Hierarchie und der Eigenverantwortlichkeit der Mitarbeiter, bzw. Teammitglieder.

Ein Interview, dass motivierend ist und zugleich zeigt, dass wir bei prizeotel zwar gute Ansätze haben, aber noch ein langer, langer Weg vor uns liegt.

Nachfolgend eine Zusammenfassung, der für mich besten Aussagen zum Thema der besonderen Unternehmenskultur. trivago Mitgründer Rolf Schrömgens bringt es auf den Punkt:

  • Arbeitszeit ist kein Maßstab für Leistung oder Produktivität.
  • das Prinzip: Schafft der Mitarbeiter Wert? Das ist doch die Frage.
  • Es ist unser Ziel, alle Mitarbeiter intrinsisch zu motivieren. Das schafft bei Entscheidungen häufiger Konsens als man glaubt. Dissens gibt es meist nur, wenn das Ego involviert ist.
  • Wir versuchen, Entscheidungen immer möglichst nahe an der Information zu treffen. Die Idee ist es, in möglichst unabhängigen Einheiten zu arbeiten. In den einzelnen Teams wissen alle über alles Bescheid…
  • hierarchische Modelle sind Strukturen aus dem Militär und passen nicht zu einer modernen Arbeitswelt. Natürlich funktioniert unser Modell auch nicht für jeden. Je mehr eingefahrene Muster existieren, desto schwieriger wird es. Mitarbeiter müssen bereit sein, sich ständig zu hinterfragen. Das kann schon mal mit dem eigenen Ego nicht vereinbar sein. Für viele wirkt das dann wie ein Hühnerhaufen, eine Sekte oder eine Partygruppe.
  • Wir haben eine klare Richtung und setzen auf intrinsische Motivation. Es geht nicht darum, Umsatzziele, eine hohe Marktkapitalisierung oder so etwas zu erreichen. Sondern darum, besser zu werden in dem, was man tut. Am Ende wird man so erfolgreich sein, wie man es verdient hat.

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